Professor Dirk Dohse calls on German companies to realign their internationalisation strategies – and to seize opportunities in Africa.

The message could hardly be clearer: “Those who associate Africa only with crisis are grossly underestimating its potential“, writes Professor Dirk Dohse of the renowned Kiel Institute for the World Economy in a recent guest article for Handelsblatt. „Africa is the continent of untapped opportunities.”

However, the German industry has hardly tried to use these opportunities so far, partly because of “home-made problems and poor management”: According to Dohse, there is often a lack of information and long-term thinking: decision-makers overlook the fact that many African markets are small but growing fast.

In addition, many underestimate the development and business opportunities that arise from the digital transformation – from e-learning against the skills shortage to FinTechs that facilitate access to credit. The “spearhead” of progress are technology hubs like the Origba Computer Valley in Lagos, which are “attractive anchors” for the African business of Western companies.

German companies, says Dohse, urgently need a “reorientation of internationalisation strategies”. And politics must improve the conditions for private investment in Africa, among other things through a strong Africa focus at the Global Gateway, which would also help to curb “Chinese hegemonic aspirations”. (editor’s note: we’re also supporters oft the Global Gateway, which has strong parallels to the Africa-First-concept).

 

Deutsche Version

NEWS: Weckruf vom Institut für Weltwirtschaft

Professor Dirk Dohse ruft deutsche Unternehmen, ihre Internationalisierungsstrategien neu auszurichten – und Chancen in Afrika zu nutzen.

Die Botschaft könnte kaum klarer sein.  „Wer Afrika nur mit Krise verbindet, unterschätzt das Potenzial gewaltig“, schreibt Dirk Dohse vom renommierten Institut für Weltwirtschaft in einem aktuellen Gastbeitrag für das Handelsblatt. „Afrika ist der Kontinent der ungenutzten Chancen.“

Die deutsche Wirtschaft tue sich dort jedoch schwer – auch wegen „hausgemachter Probleme und schlechtem Management“: In vielen Unternehmen, so Dohse, gebe es Informationsdefizite und Unsicherheiten. Zudem fehle es häufig „an einer langfristigen Sichtweise“: Entscheider übersehen, dass viele afrikanische Märkte zwar klein seien, aber schnell wachsen.

Außerdem unterschätzen viele die Entwicklungs- und Geschäftschancen, die sich durch die digitale Transformation ergeben – vom E-Learning gegen den Fachkräftemangel bis hin FinTechs, die den Zugang zu Krediten erleichtern. „Speerspitze“ des Fortschritts seien Technologie-Hubs wie das Origba Computer Valley in Lagos, die „attraktive Anker“ fürs Afrikageschäft von Unternehmen bilden könnten.

„Deutsche Unternehmen“, konstatiert der Ökonom, bräuchten dringend eine „Neuausrichtung der Internationalisierungsstrategien“. Und die Politik müsse die Bedingungen für private Investitionen in Afrika verbessern, u.a. durch starken Afrika-Fokus beim Global Gateway, der auch helfe, das „chinesische Hegemonialstreben“ einzudämmen (Anm. der Redaktion: Wir sind ebenfalls Fans des Global Gateway, der starke Parallelen zum Africa-First-Concept aufweist)

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